Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für ManaMail
Stand: 24. September 2026
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB") gelten für alle Verträge zwischen Jonas Merlin Koschate (im Folgenden „Anbieter") und dem Nutzer (im Folgenden „Kunde") über die Nutzung der Software „ManaMail" (im Folgenden „Plugin") sowie aller zugehörigen Dienste, insbesondere der vom Anbieter bereitgestellten Server- und KI-Infrastruktur („Proxy").
(2) Kunde im Sinne dieser AGB ist sowohl der Verbraucher (§ 13 BGB) als auch der Unternehmer (§ 14 BGB). Bei Bestellung im Rahmen einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit ist der Kunde verpflichtet, dies bei der Bestellung anzugeben. Ohne ausdrückliche Angabe gilt der Kunde als Verbraucher.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat. Dies gilt auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis abweichender Bedingungen die Leistung vorbehaltlos erbringt.
(4) Die Nutzung des Plugins ist ausschließlich Personen gestattet, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und voll geschäftsfähig sind.
(5) Vertragssprache ist Deutsch. Maßgeblich ist die deutsche Sprachfassung dieser AGB; etwaige Übersetzungen dienen ausschließlich der Information.
§ 2 Anbieter (Impressum)
Vertragspartner und Anbieter des Plugins ist:
Jonas Merlin Koschate
Karl-Kunger-Straße 57
12435 Berlin
Deutschland
E-Mail: support@manamail.io
Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG. Es wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
§ 3 Leistungsbeschreibung
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden das Plugin „ManaMail" als Browser-Erweiterung für Google Chrome zur Verfügung. Das Plugin bietet Funktionen zur automatisierten Verarbeitung von E-Mail-Inhalten, Kalendereinträgen und weiteren Texten unter Einsatz künstlicher Intelligenz (im Folgenden „KI").
(2) Der konkrete Leistungsumfang, die verfügbaren Funktionen sowie etwaige Nutzungsgrenzen (z. B. Guthaben) ergeben sich aus der bei Vertragsschluss aktuellen Produktbeschreibung im Plugin, auf der Website des Anbieters und im Chrome Web Store. Zum Schutz vor Missbrauch kann der Anbieter außerdem die Zahl der Aufrufe je Tag begrenzen; diese Grenzen liegen deutlich über einer üblichen Nutzung.
(3) Zur Erbringung der KI-Funktionen greift das Plugin über den Proxy des Anbieters auf externe KI-Anbieter (derzeit OpenAI, L.L.C. und Groq, Inc.) zurück. Der Kunde muss keinen eigenen API-Zugang zu diesen Anbietern besitzen.
(4) Der Anbieter darf das Plugin während der Vertragslaufzeit ändern, insbesondere
a) die eingesetzten KI-Modelle und Drittanbieter wechseln,
b) den Funktionsumfang erweitern oder anpassen,
c) einzelne Funktionen einstellen,
wenn dafür ein triftiger Grund besteht (z. B. technische Weiterentwicklung, Wegfall oder Änderung eines Drittanbieters, Sicherheit, geänderte Rechtslage), dem Kunden dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen und der Anbieter ihn klar und verständlich über die Änderung informiert. Beeinträchtigt eine Änderung den Zugang zum Plugin oder seine Nutzbarkeit mehr als nur unerheblich, informiert der Anbieter den Kunden rechtzeitig vorher in Textform über Merkmale und Zeitpunkt der Änderung sowie über sein Kündigungsrecht. Der Kunde kann den Vertrag dann innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Information bzw. – falls später – nach der Änderung unentgeltlich kündigen (§ 327r BGB).
(5) Ein Anspruch auf Verwendung eines bestimmten KI-Modells, Anbieters oder einer bestimmten Modellversion besteht nicht.
(6) Das Plugin wird als Standardsoftware bereitgestellt. Ein Anspruch auf Anpassung an individuelle Anforderungen oder auf bestimmte Weiterentwicklungen besteht nicht. Die gesetzlichen Rechte des Kunden bei Mängeln bleiben unberührt.
(7) Beta- und Testfunktionen: Der Anbieter kann einzelne Funktionen als „Beta" oder ähnlich gekennzeichnet zur Verfügung stellen. Die Kennzeichnung weist darauf hin, dass die Funktion noch erprobt wird, häufiger Fehler aufweisen und sich ändern kann. Die gesetzlichen Rechte des Verbrauchers bleiben unberührt. Gegenüber Unternehmern ist die Gewährleistung für Beta-Funktionen ausgeschlossen; die Haftung richtet sich nach § 14.
§ 4 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung des Plugins und der Tarife im Plugin, auf der Website und im Chrome Web Store stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar.
(2) Durch das Auswählen eines Tarifs und Anklicken des Bestell-Buttons („kostenpflichtig bestellen" oder gleichbedeutend) gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrags ab.
(3) Der Anbieter nimmt das Angebot durch Zusendung einer Bestellbestätigung in Textform oder durch Freischaltung der bestellten Leistung an. Erst mit dieser Annahme kommt der Vertrag zustande.
(4) Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert. Der Kunde erhält die AGB spätestens mit der Bestellbestätigung in Textform.
(5) Google Inc. bzw. Google Ireland Ltd. wird durch den Download aus dem Chrome Web Store nicht Vertragspartner. Vertragspartner ist ausschließlich der Anbieter.
(6) Der Anbieter behält sich vor, den Vertragsabschluss oder die Freischaltung ohne Angabe von Gründen abzulehnen, insbesondere bei begründetem Verdacht auf missbräuchliche Nutzung, unrichtige Angaben, wiederholte Rückbuchungen oder Verletzungen dieser AGB in der Vergangenheit.
§ 5 Preise, Zahlung, Kleinunternehmerregelung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung im Plugin bzw. auf der Website ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich als Endpreise ohne Ausweis der Umsatzsteuer gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung).
(2) Kostenpflichtige Tarife werden als Monatsabonnement angeboten. Das Abonnement verlängert sich jeweils um einen weiteren Monat, wenn es nicht zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode gekündigt wird. Der Kunde kann jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündigen. Der Anbieter kann mit einer Frist von einem Monat zum Ende einer Abrechnungsperiode kündigen.
(3) Die Zahlung erfolgt über den im Bestellvorgang angebotenen Zahlungsdienstleister (derzeit Stripe) und die dort verfügbaren Zahlungsarten. Es gelten zusätzlich die jeweiligen Bedingungen der Zahlungsdienstleister.
(4) Rechnungen werden ausschließlich in elektronischer Form (PDF per E-Mail oder Download im Nutzerkonto) bereitgestellt. Der Kunde erklärt sich mit dem elektronischen Rechnungsversand einverstanden.
(5) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Plugin bis zur vollständigen Zahlung zu sperren. Weitergehende gesetzliche Ansprüche, insbesondere auf Verzugszinsen und Mahnkosten, bleiben unberührt. Gegenüber Verbrauchern beträgt der gesetzliche Verzugszins 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, gegenüber Unternehmern 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.
(6) Für jede vom Kunden zu vertretende Rücklastschrift (z. B. mangels Deckung) hat der Kunde die dem Anbieter dadurch tatsächlich entstandenen Kosten, insbesondere Bankgebühren, zu erstatten.
(7) Preisänderungen: Preise für laufende Abonnements ändert der Anbieter nur mit Zustimmung des Kunden. Er teilt eine geplante Änderung mindestens sechs (6) Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit und bittet um Zustimmung (z. B. per Klick im Plugin). Schweigen gilt nicht als Zustimmung. Stimmt der Kunde nicht zu, läuft der Vertrag zum bisherigen Preis weiter; der Anbieter kann ihn dann nach Abs. 2 ordentlich kündigen. Preissenkungen gibt der Anbieter ohne Zustimmung weiter.
(8) Keine Rückerstattung bei Kündigung durch den Kunden: Kündigt der Kunde ordentlich, werden bereits gezahlte Entgelte für die laufende Abrechnungsperiode nicht (auch nicht anteilig) erstattet; der Tarif bleibt bis zu ihrem Ende nutzbar. Das Widerrufsrecht des Verbrauchers nach § 7 bleibt unberührt.
(9) Aufrechnung und Zurückbehaltung (nur Unternehmer): Gegenüber Ansprüchen des Anbieters darf der unternehmerische Kunde nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenansprüchen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht kann er nur ausüben, wenn sein Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
§ 5a Guthaben (Mana) und Zusatzpakete
(1) Die KI-Funktionen des Plugins werden über ein Nutzungsguthaben abgerechnet. Das Guthaben wird im Plugin und in der Kommunikation des Anbieters als Mana bezeichnet; beide Begriffe meinen dasselbe. Wie viel Guthaben eine Funktion verbraucht und wie viel Guthaben ein Tarif enthält, ist im Plugin angegeben.
(2) Monatliches Kontingent: Das im Tarif enthaltene Guthaben wird zu Beginn jeder Abrechnungsperiode neu bereitgestellt. Nicht verbrauchtes Guthaben aus dem Kontingent verfällt mit dem Ende der Abrechnungsperiode; es wird nicht in die nächste Periode übertragen.
(3) Zusatzpakete: Kunden mit einem kostenpflichtigen Tarif können zusätzliches Nutzungskontingent („Zusatzpakete") erwerben, höchstens zwei je Abrechnungsperiode. Jedes Zusatzpaket gilt 30 Tage ab dem Kauf. Das Ablaufdatum wird vor dem Kauf angezeigt.
(4) Reihenfolge des Verbrauchs: Guthaben wird in der Reihenfolge seines Ablaufs verbraucht – zuerst das Guthaben, das am frühesten verfällt.
(5) Nach Ende des Tarifs: Endet der kostenpflichtige Tarif, bleibt nicht verbrauchtes Guthaben aus Zusatzpaketen bis zu seinem Ablaufdatum nutzbar, und zwar für die Funktionen des kostenlosen Tarifs.
(6) Erstattung: Ein Zusatzpaket, von dem noch kein Guthaben verbraucht wurde, erstattet der Anbieter bis zu seinem Ablaufdatum auf Anfrage vollständig (z. B. per Nachricht an support@manamail.io). Wurden in derselben Abrechnungsperiode zwei Zusatzpakete gekauft, wird das zuerst gekaufte nur zusammen mit dem später gekauften erstattet. Kündigt der Anbieter den Vertrag ordentlich (§ 5 Abs. 2) oder aus einem Grund, den der Kunde nicht zu vertreten hat, erstattet er den Preis für nicht verbrauchtes Guthaben aus Zusatzpaketen anteilig. Im Übrigen ist Guthaben kein Zahlungsmittel, nicht übertragbar und wird nicht ausgezahlt. Das Widerrufsrecht des Verbrauchers nach § 7 bleibt unberührt.
(7) Geschenktes Guthaben: Guthaben, das der Anbieter ohne Entgelt gutschreibt (z. B. als Dankeschön für das Newsletter-Abonnement), verfällt nicht mit dem Ende der Abrechnungsperiode. Es bleibt auch nach Abmeldung vom Newsletter oder nach Ende eines kostenpflichtigen Tarifs bis zur Löschung des Kontos erhalten. Nach Abs. 4 wird es nach allem Guthaben verbraucht, das ein Ablaufdatum hat.
(8) Kostenloses Guthaben: Guthaben, das der Anbieter ohne Entgelt gewährt (z. B. im kostenlosen Tarif oder als Dankeschön für die Anmeldung zum Newsletter), ist eine freiwillige Leistung. Ein Anspruch darauf besteht nicht; der Anbieter kann Umfang und Bedingungen künftiger Gutschriften jederzeit ändern oder sie einstellen.
§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Die Laufzeit richtet sich nach dem gewählten Tarif (§ 5 Abs. 2).
(2) Kündigungen können in Textform (z. B. per E-Mail an support@manamail.io) oder – sofern angeboten – über die entsprechende Funktion im Nutzerkonto erklärt werden. Verbrauchern steht zusätzlich der Kündigungsbutton gemäß § 312k BGB zur Verfügung.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor bei
a) erheblichem Verstoß gegen § 8 oder § 9 dieser AGB,
b) Zahlungsverzug von mehr als 14 Tagen trotz Mahnung oder wiederholten Rücklastschriften,
c) missbräuchlicher Nutzung der KI-Funktionen im Sinne von § 9 Abs. 2,
d) Umgehung technischer Nutzungsgrenzen (insbesondere Guthaben-/Rate-Limits),
e) Sperrung, Abschaltung oder wesentlicher Änderung der genutzten KI-Dienste (OpenAI, Groq), wenn eine gleichwertige Ersatzlösung nicht mit zumutbarem Aufwand verfügbar ist.
(4) Kündigt der Anbieter außerordentlich aus einem vom Kunden zu vertretenden Grund, erstattet er im Voraus gezahlte Entgelte für die Zeit nach dem Vertragsende anteilig, soweit er nicht mit eigenen Schadensersatzansprüchen aufrechnet. Schadensersatzansprüche des Anbieters bleiben unberührt.
(5) Endet ein kostenpflichtiger Tarif, kann der Kunde das Plugin im kostenlosen Tarif weiter nutzen; sein Konto bleibt bestehen. Das Konto wird gelöscht, sobald der Kunde dies verlangt (Nachricht an support@manamail.io), soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen; Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung. Erkannte Inhalte (Aufgaben, Protokolle, Meeting-Transkripte) speichert das Plugin ausschließlich lokal im Browser des Kunden; sie bleiben dort, bis der Kunde sie entfernt oder das Plugin deinstalliert.
§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucher
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
Jonas Merlin Koschate
Karl-Kunger-Straße 57
12435 Berlin
E-Mail: support@manamail.io
mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Erlöschen des Widerrufsrechts
Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über die Erbringung von Dienstleistungen, wenn wir die Dienstleistung vollständig erbracht haben und mit der Ausführung erst begonnen haben, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch uns verlieren.
Hinweis: Der Anbieter beginnt mit der Leistung vor Ablauf der Widerrufsfrist nur, wenn der Kunde dies im Bestellprozess ausdrücklich verlangt hat. Ohne dieses Verlangen erfolgt die Freischaltung erst nach Ablauf der Widerrufsfrist.
Berechnung des Wertersatzes: Der Gesamtumfang der vertraglich vorgesehenen Leistung ist das Mana-Kontingent der Abrechnungsperiode (Starter 500 Mana, Smart 2.000 Mana), bei einem Zusatzpaket dessen Umfang (§ 5a). Als bereits erbrachte Leistung gilt das bis zum Zugang der Widerrufserklärung verbrauchte Mana. Der Wertersatz beträgt danach: verbrauchtes Mana, geteilt durch den Gesamtumfang, multipliziert mit dem gezahlten Preis. Wurde kein Mana verbraucht, entsteht kein Wertersatz; der Kunde erhält den vollen Betrag zurück. Verbraucht wird zuerst das Kontingent der Abrechnungsperiode, danach Guthaben aus Zusatzpaketen. Der Anbieter rechnet nach dem Verbrauch und nicht nach der Zeit, weil die vertragliche Leistung nicht gleichmäßig über die Laufzeit erbracht wird, sondern in dem Umfang, in dem der Kunde Mana einsetzt.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden es zurück.)
An
Jonas Merlin Koschate
Karl-Kunger-Straße 57
12435 Berlin
E-Mail: support@manamail.io
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*):
Bestellt am (*)/erhalten am (*):
Name des/der Verbraucher(s):
Anschrift des/der Verbraucher(s):
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier):
Datum:
(*) Unzutreffendes streichen.
§ 8 Nutzungsrechte und Lizenz
(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Laufzeit des Vertrags ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares und in den Grenzen dieser AGB widerrufliches Recht ein, das Plugin gemäß dieser AGB zu nutzen.
(2) Nicht gestattet sind insbesondere:
a) die Weitergabe, der Wiederverkauf, die Vermietung, das Verleihen, Sublizenzieren oder das sonstige entgeltliche oder unentgeltliche Überlassen des Plugins oder von Zugangsdaten an Dritte,
b) die gleichzeitige Nutzung eines einzelnen Nutzerzugangs durch mehr als eine Person,
c) das Reverse Engineering, Dekompilieren, Disassemblieren oder anderweitige Rückführung des Plugins in eine allgemein lesbare Form, sofern dies nicht gesetzlich zwingend erlaubt ist (§ 69e UrhG),
d) das Umgehen technischer Schutzmaßnahmen, Nutzungsgrenzen oder Rate-Limits,
e) die Nutzung durch automatisierte Skripte, Bots, Scraper oder vergleichbare Werkzeuge, die über den bestimmungsgemäßen Gebrauch hinausgehen,
f) die Nutzung zum Aufbau eines konkurrierenden Produkts oder zur Extraktion von Trainingsdaten für eigene oder fremde KI-Modelle,
g) das Entfernen, Verändern oder Verdecken von Copyright-Hinweisen, Marken oder sonstigen Kennzeichen.
(3) Sämtliche Rechte am Plugin, am Quellcode, an Marken, Logos, Icons, grafischen Elementen und sonstigen Kennzeichen verbleiben beim Anbieter oder dessen Lizenzgebern. Dem Kunden werden ausschließlich die in dieser Klausel genannten Nutzungsrechte eingeräumt; im Übrigen werden keine ausdrücklichen oder stillschweigenden Rechte an geistigem Eigentum übertragen.
(4) Bei Verstoß gegen Absatz 2 ist der Anbieter berechtigt, den Zugang ohne vorherige Ankündigung sofort zu sperren und den Vertrag außerordentlich zu kündigen. § 6 Abs. 4 gilt entsprechend. Ansprüche auf Unterlassung bleiben unberührt.
(5) Nutzerinhalte: Der Kunde behält alle Rechte an den von ihm in das Plugin eingegebenen oder durch das Plugin verarbeiteten Inhalten. Der Kunde räumt dem Anbieter jedoch das einfache, weltweite, unentgeltliche und für die Dauer der Verarbeitung befristete Recht ein, diese Inhalte ausschließlich zum Zweck der Vertragserfüllung (insbesondere zur technischen Übermittlung an die KI-Anbieter und zur Ausgabe der Ergebnisse) zu vervielfältigen, zu übertragen und zu speichern.
§ 9 Pflichten des Kunden, verbotene Nutzung, Freistellung
(1) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor Zugriff Dritter zu schützen. Erlangt der Kunde Kenntnis von einem Missbrauch, hat er den Anbieter unverzüglich zu informieren. Für Handlungen, die über seinen Zugang vorgenommen werden, haftet der Kunde, soweit er deren Missbrauch zu vertreten hat.
(2) Der Kunde verpflichtet sich, das Plugin nicht für folgende Zwecke einzusetzen:
a) Versand unerwünschter Massen-E-Mails (Spam), Kettenbriefe oder Phishing,
b) Verarbeitung von Inhalten, die gegen geltendes Recht verstoßen (insbesondere beleidigende, verleumderische, gewaltverherrlichende, jugendgefährdende, urheberrechtsverletzende, markenrechtsverletzende, wettbewerbsrechtswidrige oder pornografische Inhalte),
c) Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 DSGVO (z. B. Gesundheitsdaten, biometrische Daten, Angaben zur ethnischen Herkunft, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen, sexuelle Orientierung), sofern nicht eine gesonderte schriftliche Vereinbarung mit dem Anbieter besteht,
d) Verarbeitung von Daten, die dem Berufsgeheimnis unterliegen (z. B. Mandats- oder Patientengeheimnis, § 203 StGB), ohne ausdrückliche, gesonderte Vereinbarung,
e) Verarbeitung von Zahlungsdaten, Bankverbindungen, Passwörtern, API-Schlüsseln, TAN, Kryptowallet-Seeds oder vergleichbaren Zugangs- und Sicherheitsdaten,
f) Automatisierte Angriffe, Penetrationstests, Belastungstests oder Sicherheitsforschung gegen den Anbieter oder Drittsysteme ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters,
g) Verarbeitung von Inhalten, die gegen die Nutzungsbedingungen der eingesetzten KI-Anbieter (OpenAI, Groq) verstoßen,
h) Nutzungen, die nach dem EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) als verboten eingestuft sind (Art. 5 AI Act), insbesondere Social Scoring, manipulative Techniken, biometrische Fernidentifizierung ohne Rechtsgrundlage,
i) Umgehung von Nutzungsgrenzen durch Anlage mehrerer Konten oder Nutzung technischer Hilfsmittel,
j) das Aufzeichnen oder Transkribieren von Gesprächen (insbesondere Meetings) ohne vorherige Information und Einwilligung aller Beteiligten; das heimliche Aufnehmen des nichtöffentlich gesprochenen Wortes ist nach § 201 StGB strafbar.
(3) Verantwortlichkeit für Inhalte und Compliance: Der Kunde ist allein verantwortlich für alle in das Plugin eingegebenen Inhalte sowie für deren rechtmäßige Verarbeitung. Der Kunde stellt insbesondere sicher, dass er zur Verarbeitung der Daten Dritter berechtigt ist und alle erforderlichen Einwilligungen, Informationen und Rechtsgrundlagen vorliegen. Vor jeder Meeting-Aufnahme informiert der Kunde alle Teilnehmenden über die Aufnahme sowie deren Transkription und KI-Auswertung und holt ihre Einwilligung ein; das Plugin fordert ihn vor der ersten Aufnahme ausdrücklich zu dieser Bestätigung auf.
(4) Freistellung: Verletzt der Kunde schuldhaft diese AGB oder Rechte Dritter, insbesondere durch die von ihm eingegebenen oder verarbeiteten Inhalte, stellt er den Anbieter von den daraus folgenden Ansprüchen Dritter frei. Die Freistellung umfasst die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung (Anwalts- und Gerichtskosten in gesetzlicher Höhe). Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich über eine Inanspruchnahme und gibt ihm Gelegenheit zur Stellungnahme. Weitergehende Schadensersatzansprüche des Anbieters bleiben unberührt.
(5) Der Anbieter ist berechtigt, bei begründetem Verdacht eines Verstoßes gegen Absatz 2 den Zugang zum Plugin ohne vorherige Ankündigung vorübergehend zu sperren und die Vorwürfe zu prüfen. Bestätigt sich der Verdacht, kann der Anbieter den Vertrag außerordentlich kündigen; § 6 Abs. 4 gilt entsprechend.
(6) Kunden im geschäftlichen Verkehr versichern, dass die Nutzung im Rahmen ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit erfolgt. Der Kunde trägt die Beweislast dafür, dass er entgegen seiner Angabe bei Vertragsschluss als Verbraucher gehandelt hat.
§ 10 KI-Ausgaben – Keine Gewähr, keine Beratung, keine automatisierte Entscheidung
(1) Das Plugin erzeugt Ausgaben unter Einsatz von KI-Modellen Dritter. Es ist ein Assistenzsystem: Seine Ergebnisse sind Vorschläge und können – wie bei jeder generativen KI – fehlerhaft, unvollständig, veraltet oder irreführend sein („Halluzinationen"). Geschuldet ist ein Assistenzsystem, das dem üblichen Stand vergleichbarer KI-Assistenten entspricht, nicht die Fehlerfreiheit jedes einzelnen Ergebnisses.
(2) Der Anbieter übernimmt keine Garantie für
a) die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität, Nichtverletzung von Rechten Dritter, Rechtmäßigkeit, Verständlichkeit oder Qualität der KI-Ausgaben,
b) die Eignung der KI-Ausgaben für einen bestimmten Zweck des Kunden,
c) Termine, Fristen, Beträge, Namen, Adressen, Vertragsdetails oder sonstige Datenpunkte, die aus E-Mails, Kalendereinträgen oder anderen Texten extrahiert wurden,
d) automatisch erzeugte E-Mail-Antworten, Zusammenfassungen, Übersetzungen, Klassifizierungen oder Handlungsempfehlungen,
e) die Erzeugung stets identischer Ausgaben bei identischen Eingaben (KI-Modelle arbeiten in der Regel nicht-deterministisch).
(3) Prüfpflicht des Kunden: Der Kunde ist verpflichtet, sämtliche KI-Ausgaben vor deren Verwendung – insbesondere vor Versand, Weitergabe an Dritte, Übernahme in geschäftliche Kommunikation oder rechtsgeschäftlicher Nutzung – eigenverantwortlich und sorgfältig auf Richtigkeit, Vollständigkeit und rechtliche Zulässigkeit zu prüfen. Der Kunde entscheidet allein und in eigener Verantwortung, ob und in welcher Form er KI-Ausgaben übernimmt.
(4) Haftung für KI-bedingte Schäden: Für Schäden aus der Verwendung von KI-Ausgaben – etwa weil Termine, Fristen oder Beträge falsch erkannt oder Antworten unpassend formuliert wurden – haftet der Anbieter nur nach § 14. Hat der Kunde eine KI-Ausgabe entgegen Abs. 3 ungeprüft verwendet, ist ihm dies als Mitverschulden anzurechnen (§ 254 BGB).
(5) Keine Fachberatung: Das Plugin ersetzt keine rechtliche, steuerliche, medizinische, psychologische, finanzielle oder sonstige fachliche Beratung. KI-generierte Inhalte stellen keine Rechtsberatung, Steuerberatung, medizinische Beratung, Finanzberatung oder verbindliche fachliche Auskunft dar. Der Anbieter erbringt ausdrücklich keine derartigen Beratungsleistungen.
(6) Keine automatisierte Entscheidung im Sinne Art. 22 DSGVO: Das Plugin ist als Assistenzsystem konzipiert. Sämtliche Ausgaben dienen ausschließlich der Vorbereitung menschlicher Entscheidungen. Der Kunde stellt sicher, dass keine ausschließlich auf automatisierter Verarbeitung beruhenden Entscheidungen im Sinne Art. 22 DSGVO getroffen werden. Wird das Plugin dennoch entgegen dieser Zweckbestimmung eingesetzt, trägt der Kunde die alleinige Verantwortung.
(7) Kein Anspruch auf bestimmte Qualität: Die Qualität von KI-Ausgaben kann sich durch Modellwechsel, Modellupdates oder Änderungen bei Drittanbietern jederzeit ändern. Ein Anspruch auf eine bestimmte Qualitätsstufe besteht nicht.
§ 11 Datenverarbeitung und Übermittlung an KI-Anbieter
(1) Zur Erbringung der KI-Funktionen werden vom Kunden eingegebene oder ausgewählte Inhalte (z. B. E-Mail-Texte, Kalenderdaten, Notizen) über den Proxy des Anbieters an externe KI-Anbieter (derzeit OpenAI, L.L.C., USA, und Groq, Inc., USA) übermittelt und dort verarbeitet.
(2) Die Übermittlung in die USA erfolgt für OpenAI auf Grundlage des EU-US Data Privacy Framework (Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission vom 10. Juli 2023), für Groq auf Grundlage der Standardvertragsklauseln der EU-Kommission gemäß Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO, die Bestandteil des Auftragsverarbeitungsvertrags mit Groq sind. Für OpenAI gelten ergänzend – und für den Fall eines Wegfalls des Angemessenheitsbeschlusses – ebenfalls Standardvertragsklauseln.
(3) Nach den derzeitigen Zusicherungen der genannten KI-Anbieter werden über deren API übermittelte Inhalte nicht zum Training der KI-Modelle verwendet. Der Anbieter kann jedoch keine über die eigenen Verpflichtungen hinausgehende Gewähr für das Verhalten der Drittanbieter übernehmen. Ändern sich diese Zusicherungen, wird der Anbieter den Kunden in geeigneter Weise informieren.
(4) Nähere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die separate Datenschutzerklärung unter https://manamail.io/datenschutz.
(5) Auftragsverarbeitung bei unternehmerischer Nutzung: Nutzt der Kunde das Plugin als Unternehmer und werden dabei personenbezogene Daten Dritter verarbeitet, ist zwischen dem Kunden (als Verantwortlicher) und dem Anbieter (als Auftragsverarbeiter) grundsätzlich ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO abzuschließen. Der Kunde kann einen entsprechenden Mustervertrag beim Anbieter unter support@manamail.io anfordern. Der Kunde ist selbst verpflichtet, das Erfordernis eines solchen Vertrags zu prüfen und ihn ggf. anzufordern; bis zum Abschluss eines solchen Vertrags nutzt der Kunde das Plugin auf eigenes Risiko.
(6) Der Kunde ist verpflichtet, seinerseits alle datenschutzrechtlichen Verpflichtungen gegenüber Personen einzuhalten, deren Daten er in das Plugin eingibt (insbesondere Informationspflichten nach Art. 13, 14 DSGVO, Rechtsgrundlagen, Zweckbindung, Datenminimierung, Aufbewahrungsfristen).
(7) Nutzungsdaten: Der Anbieter verarbeitet technisch erforderliche Metadaten (z. B. Fehlerprotokolle, Zähler der Aufrufe je Tag) zur Fehleranalyse sowie zur Erkennung und Begrenzung von Missbrauch. Für Statistik und Weiterentwicklung verwendet er nur anonymisierte Daten, die keinen Rückschluss auf einzelne Nutzer oder Inhalte zulassen. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
§ 12 Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter ist bemüht, das Plugin und den Proxy mit möglichst hoher Verfügbarkeit bereitzustellen. Eine bestimmte Verfügbarkeit, ununterbrochene Nutzbarkeit oder eine bestimmte Antwortzeit wird ausdrücklich nicht zugesichert und nicht geschuldet.
(2) Der Anbieter behält sich vor, das Plugin zu Wartungszwecken vorübergehend nicht oder nur eingeschränkt verfügbar zu machen. Geplante Wartungsarbeiten wird der Anbieter nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Nutzungszeiten durchführen.
(3) Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (z. B. Ausfälle des Internets, des Chrome Web Store oder beim Internetzugang des Kunden) hat der Anbieter nicht zu vertreten. Fallen eingesetzte KI-Anbieter (insbesondere OpenAI und Groq) aus oder ändern sie ihre Bedingungen oder Preise, bemüht sich der Anbieter, betroffene Funktionen zeitnah durch alternative Anbieter oder Modelle zu ersetzen.
(4) Die gesetzlichen Rechte des Verbrauchers bei Ausfällen bleiben unberührt. Gegenüber Unternehmern gilt: Ein Anspruch auf Erstattung oder Minderung besteht nicht für Ausfälle von insgesamt weniger als 48 Stunden pro Kalendermonat; bei längeren, vom Anbieter zu vertretenden Ausfällen erhält der Unternehmer auf Anfrage in Textform eine zeitanteilige Erstattung oder Gutschrift; weitergehende Ansprüche richten sich nach § 14.
§ 13 Gewährleistung
(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte, sofern in diesen AGB nichts Abweichendes bestimmt ist. Insbesondere gelten die Vorschriften der §§ 327 ff. BGB (digitale Produkte) für Verbraucher.
(2) Ein Mangel liegt nicht vor, wenn
a) der Kunde die vertraglich vorausgesetzte Systemumgebung (aktuelle Version von Google Chrome, aktive Internetverbindung, unterstützte Betriebssysteme) nicht bereitstellt,
b) die Beeinträchtigung auf Änderungen zurückzuführen ist, die der Kunde selbst oder von ihm beauftragte Dritte am Plugin, an dessen Konfiguration oder an der Systemumgebung vorgenommen haben,
c) ein einzelnes KI-Ergebnis fehlerhaft ist, das Plugin im Übrigen aber der in § 10 Abs. 1 beschriebenen Beschaffenheit entspricht.
(3) Verjährung gegenüber Unternehmern: Für Unternehmer beträgt die Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche zwölf (12) Monate ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Dies gilt nicht in Fällen vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, arglistiger Mangelverschweigung oder Übernahme einer Garantie oder eines Beschaffungsrisikos. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.
(4) Rügepflicht (nur Unternehmer): Unternehmer haben offensichtliche Mängel innerhalb von zwei (2) Wochen ab Zurverfügungstellung des Plugins bzw. der jeweiligen Funktion in Textform zu rügen; andernfalls sind Gewährleistungsansprüche wegen dieser Mängel ausgeschlossen. § 377 HGB bleibt im Übrigen unberührt.
§ 14 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt
a) bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,
b) für die schuldhafte Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit,
c) nach den zwingenden Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes,
d) im Umfang einer vom Anbieter ausdrücklich in Textform übernommenen Garantie oder eines übernommenen Beschaffungsrisikos.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) ist die Haftung der Höhe nach auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen.
(4) Betragsmäßige Haftungsobergrenze gegenüber Unternehmern: Die Haftung des Anbieters gegenüber Unternehmern für sämtliche Schäden pro Vertragsjahr ist – außer in den Fällen des Absatzes 1 – auf den Betrag begrenzt, den der Kunde in den zwölf (12) Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis an den Anbieter gezahlt hat, höchstens jedoch auf 1.000,00 Euro. Bei Verträgen, die zum Zeitpunkt des Schadens noch keine 12 Monate bestanden haben, wird die Deckelung auf Grundlage des bis dahin gezahlten Betrags ermittelt.
(5) Ausgeschlossene Schadensarten: Soweit die Haftung des Anbieters nach den vorstehenden Absätzen beschränkt oder ausgeschlossen ist, gilt dies insbesondere auch für die Haftung wegen entgangenen Gewinns, ausgebliebener Einsparungen, mittelbarer Schäden, Folgeschäden, Reputationsschäden, Schäden durch Betriebsunterbrechung, Datenverlust oder Datenwiederherstellungskosten. Diese Beschränkungen gelten nicht in den Fällen des Absatzes 1.
(6) Datensicherung: Für Datenverluste haftet der Anbieter nur in dem Umfang, in dem ein Schaden auch bei ordnungsgemäßer, dem Stand der Technik entsprechender Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre. Der Kunde ist verpflichtet, für regelmäßige Sicherungen seiner Daten selbst Sorge zu tragen.
(7) Ausschlussfrist (nur Unternehmer): Schadensersatzansprüche eines unternehmerischen Kunden müssen innerhalb von sechs (6) Monaten nach Kenntnis des Schadens und der schadensverursachenden Umstände, spätestens jedoch innerhalb von zwölf (12) Monaten nach dem schadensauslösenden Ereignis, in Textform gegenüber dem Anbieter geltend gemacht werden; andernfalls sind sie ausgeschlossen. Absatz 1 bleibt unberührt.
(8) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten sinngemäß auch zugunsten der Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
(9) Für KI-Ausgaben gilt ergänzend § 10 Abs. 3 und 4.
(10) Eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Kunden ist mit den vorstehenden Regelungen nicht verbunden.
§ 15 Höhere Gewalt
(1) Der Anbieter haftet nicht für Verzögerungen oder Ausfälle, die durch höhere Gewalt oder durch andere Ereignisse verursacht werden, die er nicht zu vertreten hat und die die Leistungserbringung wesentlich erschweren oder unmöglich machen. Dazu zählen insbesondere Streiks, Aussperrungen, behördliche oder gerichtliche Anordnungen, Embargos, Naturkatastrophen, Pandemien, Krieg, terroristische Angriffe, Cyberangriffe, längerfristige Internet- oder Stromausfälle, Ausfälle oder wesentliche Änderungen der genutzten KI-Dienste (OpenAI, Groq) oder deren Zugangs- bzw. Nutzungsbedingungen sowie regulatorische Änderungen, die den Einsatz bestimmter KI-Modelle oder -Anbieter untersagen oder wesentlich einschränken (insbesondere aus dem EU AI Act, aus Datenschutzrecht oder aus Exportkontrollrecht).
(2) In solchen Fällen ist der Anbieter berechtigt, die Leistung um die Dauer des Hindernisses zzgl. einer angemessenen Anlaufzeit hinauszuschieben. Dauert das Hindernis länger als 30 Tage an, sind beide Parteien berechtigt, den Vertrag zu kündigen; bereits im Voraus geleistete Zahlungen werden anteilig zurückerstattet.
§ 16 Änderungen dieser AGB
(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht (z. B. geänderte Rechtslage oder Rechtsprechung, neue Funktionen, geänderte Bedingungen von KI-Drittanbietern).
(2) Der Anbieter teilt Änderungen mindestens sechs (6) Wochen vor dem geplanten Inkrafttreten in Textform (z. B. per E-Mail) mit und stellt sie deutlich dar.
(3) Änderungen, die den Kunden schlechterstellen, insbesondere Hauptleistungen oder das Verhältnis von Leistung und Preis betreffen, werden nur wirksam, wenn der Kunde ihnen ausdrücklich zustimmt (z. B. per Klick im Plugin). Schweigen gilt nicht als Zustimmung. Änderungen, die den Kunden ausschließlich begünstigen oder rein sprachlicher Art sind, werden mit der Mitteilung wirksam.
(4) Stimmt der Kunde einer zustimmungsbedürftigen Änderung nicht zu, gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort. Der Anbieter kann ihn dann nach § 5 Abs. 2 ordentlich kündigen.
§ 17 Vertraulichkeit (nur bei unternehmerischer Nutzung)
(1) Die Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsanbahnung und -durchführung erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und ausschließlich zu Zwecken dieses Vertrags zu verwenden. Als vertraulich gelten alle als vertraulich gekennzeichneten Informationen sowie solche, deren Vertraulichkeit sich aus den Umständen ergibt.
(2) Diese Verpflichtung besteht auch nach Beendigung des Vertrags für einen Zeitraum von drei (3) Jahren fort.
(3) Ausgenommen sind Informationen, die
a) der empfangenden Partei bereits vor Erhalt bekannt waren,
b) der empfangenden Partei ohne Verpflichtung zur Vertraulichkeit von Dritten mitgeteilt wurden,
c) allgemein bekannt oder ohne Verschulden der empfangenden Partei allgemein bekannt geworden sind,
d) aufgrund gesetzlicher oder behördlicher Anordnung offenzulegen sind.
§ 18 Streitbeilegung
Verbraucherstreitbeilegung: Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
§ 19 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern mit gewöhnlichem Aufenthalt in einem anderen EU-Mitgliedstaat bleiben die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften dieses Staates unberührt.
(2) Ist der Kunde Kaufmann im Sinne des HGB, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden auch an dessen Sitz zu verklagen.
(3) Abtretungsverbot: Der Kunde darf Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Anbieters an Dritte übertragen. § 354a HGB bleibt unberührt.
(4) Individuelle Vereinbarungen zwischen den Parteien haben Vorrang vor diesen AGB (§ 305b BGB).
(5) Salvatorische Klausel: Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden oder eine Regelungslücke enthalten, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt. Gleiches gilt bei Regelungslücken.
(6) Übertragung auf Dritte: Der Anbieter ist berechtigt, seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ganz oder teilweise auf einen Rechtsnachfolger (z. B. bei Umgründung oder Verkauf des Geschäftsbetriebs) zu übertragen. Er informiert den Kunden mindestens vier (4) Wochen vorher in Textform. Der Kunde kann den Vertrag in diesem Fall ohne Angabe von Gründen zum Zeitpunkt der Übertragung kündigen.
Version 1.3 — Stand: 24. September 2026